Murphys Gesetz für Autoren

Murphys Gesetz

Oder: Gerade noch mal gut gegangen!

Ihr alle kennt Murphys Gesetz, richtig? Für die 0,000001%, die glauben, es nicht zu kennen … doch, tut ihr, denn: Was schief gehen kann, geht schief. Kommt euch bekannt vor? Fein. Bevor ich auf die erdrückende Beweislast für Autoren mit einem Beispiel aus ›Terracliff‹, meinem zweiten Band der ›Saga der Erdlinge‹, komme, nachfolgend zwei Beispiele für die Unwissenden.

Superkurzes zur Geschichte

Cece und ihre Freunde wollen ihr Versprechen wahr machen (welches genau erfahrt ihr im ersten Band ›Terradisto – Cece und das Geheimnis der alten Dame) und müssen feststellen, dass sie nicht wirklich erwünscht sind. Und das, nachdem sie alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um nach ›Terracliff in England, irgendwo bei den Seven Sisters Klippen, zu kommen. Doch was schief gehen kann, geht schief. Gefühle gefährden Freundschaften, Gut und Böse werden eins, und die Gefahr kann nur gebannt werden, wenn die Vergangenheit ans Licht gezerrt wird – was nicht auf Gegenliebe stößt.

Was das mit Murphys Gesetz zu tun hat? Abwarten …

Das Marmeladenbrot – der Klassiker

Mein heutiger Samstagmorgen mit dem leckeren Marmeladenbrot, das – Murphy sei Dank – mit der bestrichenen Seite auf dem Boden landete. Trotz diesem Naturgesetz gibt es Korinthenkacker*, die Wahrheiten verkomplizieren: Physikstunde bei Wikipedia zu Gewichtsverteilung, Reibung, Kippen … oder in Einfach im Wissen-vor-8-Video. In der Realität freut sich mein Hund über sein ungeplantes Zweitfrühstück und ich habe weniger zu putzen. Allerdings auch kein Marmeladenbrot mehr.

Der Hufschuh – die Variante

Letzte Woche auf einem regenreichen Ausritt mit meinem Pferdchen. Zur Info: Er trägt Hufschuhe und der linke sitzt etwas locker. Natürlich habe ich nach jeder Matschpfütze kontrolliert, ob der Hufschuh noch fest sitzt. Oder in einem Matschsumpf vom Huf auf Nimmerwiedersehen gesogen wurde. Wurde er nicht. Dafür spielen jetzt ein paar Regenwurmkinder Verstecken in dem rechten Hufschuh. Murphy halt.

Autorenleben – mein Leben

Der finale Paukenschlag traf mich Anfang dieser Woche. Irgendwo zwischen Seite zweihundert und zweihundertfünfzig. Wenn du deinem hinterhältigen Protagonisten tief in die Augen schaust und denkst: Naja, aber das Motiv dahinter, zählt das denn gar nicht? Und dieser Nette da im Hintergrund – irgendwie wirkt die Situation unangenehm schleimig. Wie konnte ich (Spoiler: Kopf-gegen-die Wand-Hauen-Situation) das nur übersehen? Dieses Glatte, Perfekte – nenene, ich lass mich nicht von denen täuschen. Hüstel, nicht mehr … Doppelhüstel, kurz zurück auf Seite achtzig und die Charaktere in ihrer Tiefe beschreiben, ist ja kein Problem. Außer … Trippelhüstel, wenn dir achtzehn Seiten weiter auffällt, dass sich dadurch die Handlungen der anderen Protagonisten verändern.

Murphys Gesetz – ich brauche es

Was lerne ich daraus? Geduld, über den (Hufschuh)-Tellerrand schauen, alles hinterfragen und auch das Böse lieben zu lernen. Wenn auch nur in der Fiktion. Was bleibt ist die Frage: Wann wollte ich das Manuskript ›Terracliff – Cece und Darias Geheimnis‹ ins Lektorat geben?

In diesem Sinne, eure
Michaele Gruen, im Nebenberuf * (siehe oben)

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