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	<title>Meinungssache Archive | Michaele Gruens Geschichten</title>
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	<description>Geschichten zum Lesen und Hören</description>
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	<title>Meinungssache Archive | Michaele Gruens Geschichten</title>
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		<title>NACH(T)S(CH)ICHT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michaele Gruen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 14:52:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenleben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>›Ich zuerst‹ und warum mich das nicht weiterbringt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://michaelegruen.de/blog/nachtsicht/">NACH(T)S(CH)ICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://michaelegruen.de">Michaele Gruens Geschichten</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">›Ich zuerst‹ und warum mich das nicht weiterbringt</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Schreiben. Worte aus dem Bauch heraus in die Welt pusten. Sitzfleisch überstrapazieren. Im Tierfell mitgeschleppter Dreck und Blätter auf der Treppe ignorieren. Der Hund wartet mit gezieltem Blick, weil »nur noch ein Absatz« den Gang nach draußen verzögert. Der Kater springt vorwurfsvoll auf den Drehstuhl, der mit ihm kreiselnd die Realität nach vorne bringt. Der Kühlschrank ist leer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nachsicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Toleranz der Tiere meiner Schreiblust gegenüber erstaunt mich immer wieder aufs Neue. Sie lässt mich an meiner eigenen zweifeln und führt mich zu der Frage: Wann wurde aus »<strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wir_sind_das_Volk">Wir sind das Volk</a></strong>« ein »<strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus">Ich </a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Narzissmus">zuerst</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus"> und du geh weg</a></strong>«? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich diese Worte in die Tasten tippe und die Nachrichten des Tages im Hinterkopf vorbei huschen, schwanke ich zwischen Glück und Angst. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Glück</strong>, weil wir in Frieden leben dürfen und ich auf einem Spaziergang nicht weggebombt werde, sondern meine Wohnung, mein Familie, auf mich wartet &#8211; voller Wärme, Licht und einem mehr oder weniger vollen Kühlschrank. </li>



<li><strong>Angst</strong>, weil Missgunst und das Pochen auf die eigene, einzige Wahrheit das Glück verneint, in einem demokratischen Land leben zu dürfen. </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Oftmals erscheint mir <em>tierisch</em> und <em>menschlich</em> in ihrer Bedeutung verdreht. Ich wünsche mir weniger Narzissten, Faschisten, Fundamentalisten, Allesbesserwisser, Allmachtbesessene, Egoisten, Wutverbreiter, Spalter, Lügner und Möchtegern-Gurus. Stattdessen mehr Selber-Denken und Freundlichkeit. Falls das gerade schwer fällt: Höflichkeit ist nicht nur eine Tugend, sie ist eine Lebenseinstellung. Ein Lächeln geht immer und läßt Gesichter selbst in der Nacht strahlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nachtsicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buchfinale im Blick, jede Atempause birgt Gefahren und die Schönheit der Natur ruft nach uns. Ich gönne meinen Held:innen eine Pause, dem Kater sein Fressen. Der wartende Hund begleitet mich in eine Nacht voller unsichtbarer Geräusche, Wildschweindüfte, kitzelnder Spinnfäden, wehender Baumkronen, knacksender Ästen, fallender Blätter, unerkannter Schritte. Der Hund erstarrt einige Meter vor mir … und läuft schwanzwedelnd einem erschrockenen Eichhörnchen hinterher, während ich beruhigt weiter atme.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nachtschicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Treppe immer noch nicht gekehrt, dafür mein Handy voller Ideen-Sprachmemos, die sofort eingebaut werden wollen. Lektorin und Cover-Designer sind informiert, der Druck wächst. »Nur noch ein Absatz« rufe ich ins schlafende Haus und bin statt müde glücklich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Finale von ›Terracliff &#8211; Cece und Darias Geheimnis‹</h2>



<p class="wp-block-paragraph">werde ich bestimmt nicht verraten. Im zweiten Band wird nicht nur die Freundschaft zwischen Cece und den Jungs auf die Probe gestellt. Auch ihre Freunde aus <strong><a href="https://michaelegruen.de/geschichten-lesen/">Terradisto</a></strong> halten sie auf Abstand. Doch das ficht Cece nicht an: Sie entwickelt ihren eigenen Plan und geht nach England. Julius reist nach und Nick hält die Stellung in Bonn. Ein schwerer Unfall und unerwiderte Liebe werden zu Nebenschauplätzen, weil Darias Machthunger bis nach <em>Terracliff</em> reicht. Ihr Geheimnis ist untrennbar mit der Entstehung von <em>Terracliff</em> verbunden und Cece wird zum Störfaktor. Als sie sich verliebt und über Jahrhunderte gewachsene Regeln in Frage stellt, bringt sie nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Termine</h2>



<p class="wp-block-paragraph">von Messen und Lesungen findet ihr bei <a href="https://michaelegruen.de/blog/category/news/" type="category" id="228">News &amp; Termine</a>. Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Kein Problem … meldet euch für meinen <a href="https://michaelegruen.de/anfrage-neu/" type="page" id="17210">Newsletter</a> an. Und/oder folgt mir auf Instagram <a href="https://www.instagram.com/michaelegruen.geschichten?igsh=eXdjcWpwN3NjczZk&amp;utm_source=qr">@michaelegruen.geschichten</a>, Facebook @michaelegruen. Zu viel Social Media? Kein Problem, meine Homepage samt Blog wird laufend aktualisiert &#8211; falls ich nicht gerade auf einem Nachtspaziergang bin.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<ul class="wp-block-list">
<li>13.08.2026, Lesung 16:30 Uhr, »Sommerleseclub« in der <a href="https://www.troisdorf.de/de/bildung-wirtschaft/bibliothek/"><strong>Stadtbibliothek</strong></a> (Jugendbereich), Kölner Str. 69-81, 53840 Troisdorf</li>



<li>12.09.2026, <a href="https://klischee-buchmesse.de/"><strong>Klischee</strong></a>-Buchmesse, Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt, Schlossgraben 1, 64283 Darmstadt</li>



<li>19.09.2026, Lesung 16:00 Uhr, »Worte zur Torte« im <a href="https://cafe-schlimbach.de/"><strong>Café Schlimbach</strong></a>, Ägidiusplatz 5, 53604 Bad Honnef (Ägidienberg)</li>



<li>24.09.2026, Lesung 19:00 Uhr, <a href="https://dollendorferbuecherstube.buchhandlung.de/"><strong>Dollendorfer Bücherstube</strong></a>, Heisterbacher Str. 60, 53639 Königswinter</li>



<li>26./27.09.2026, Buch- und Fantasymesse <a href="https://pott-phantastika.de/"><strong>Pott Phantastika</strong></a>, Schloss Horst, Gelsenkirchen</li>
</ul>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sinne, eure<br><strong>Michaele Gruen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://michaelegruen.de/blog/nachtsicht/">NACH(T)S(CH)ICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://michaelegruen.de">Michaele Gruens Geschichten</a>.</p>
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		<title>Worte</title>
		<link>https://michaelegruen.de/blog/worte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michaele Gruen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 20:37:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungssache]]></category>
		<category><![CDATA[News & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
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		<category><![CDATA[Young Adults]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>... um zu reden lesen hören leben</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://michaelegruen.de/blog/worte/">Worte</a> erschien zuerst auf <a href="https://michaelegruen.de">Michaele Gruens Geschichten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>um zu leben … reden … hören … lesen … überleben</strong> …</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Smartphones plus <em>Social</em> Media: eine oftmals giftige Mischung. Der Missbrauch von (nicht nur) Worten macht Furore im Netz. Deren Übermacht stiehlt neben Lebenszeit, Wahrheit und Hirn auch … Worte! Gesprochene Worte. Worte zwischen dir und mir, denen und uns, face to face, ear to ear. Worte, die du in ›in echt‹ siehst, hörst, fühlst, reagierst, sprichst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/tagesanbruch/id_101193258/menschen-verstummen-digitale-kommunikation-verdraengt-worte-und-mehr.html">Tagesanbruch</a>-Ausgabe zitierte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Harms">Florian Harms</a> die <a href="https://www.sueddeutsche.de">Süddeutsche</a> Zeitung:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">»Jahr für Jahr haben täglich 338 Wörter weniger die Münder verlassen.«</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Menschen sprechen immer weniger</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In mehreren internationalen Studien haben Psychologen herausgefunden, dass die täglich gesprochenen Wörter zwischen 2005 und 2019 um 28% gesunken sind. In Zeit umgerechnet sind dies anderthalb bis zwei Minuten mehr Schweigen. Im gleichen <a href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/reden-anteile-frauen-maenner-studie-unterschiede-li.3196096">Artikel</a> wird die Behauptung, dass Frauen mehr Wörter in ihrem Repertoire haben wie Männer, neu belebt: Es geht um rund dreitausend Wörter (21.845 zu 18.570) ab einem Alter von ungefähr 25. Das heißt, dass <em>Young Adults</em> sowie <em>New Adults</em> doppelt von Wortlosigkeit betroffen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lasst uns reden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">und zwar miteinander! Überall, wo sich ein Lächeln findet: Auf dem Gehweg, in der Bahn, in der Kantine, auf Veranstaltungen, in den Rheinwiesen &#8230;  Vergesst eure <em>Ich-will-nichts-mit-der-Welt-zu-tun-haben-OverEar-Kopfhörer</em> in eurem Zimmer. Redet und diskutiert, das geht fast überall, selbst an Orten, die zum Zuhören gedacht sind. Zum Beispiel auf </p>



<h2 class="wp-block-heading">Lesungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Autor:innen wie ich haben riesige Wortschätze, die sie feinpoliert auf vielen hundert Seiten in Büchern verpacken, um sie von Glück beseelt unter das Volk zu bringen. Der <a href="https://www.buchhandlung.de/karte/">Buchhandel</a> dazwischen fühlt sich oftmals wie der oben erwähnte OverEar-Kopfhörer an, sprich, uns fehlt das Gespräch mit euch Leser:innen. Deswegen gibt es Buchmessen (große, kleine, regionale, genretypische) und Lesungen. Vorlesen heißt, Worten eine Stimme zu geben. Mal neutral oder rau. Zornig oder voll Liebe. Lustig, traurig, zitternd, weinend, lachend. Der Lebenslauf eines Wortes: Gedacht, geschrieben, geformt, geteilt, gelesen, gemurmelt, vorgelesen, Resonanz erzeugt. Dabei ist das erst der Anfang. Der Beginn eines Satzes, der alle in fremde Welten entführt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Termine</h2>



<p class="wp-block-paragraph">meiner Lesungen findet ihr bei <a href="https://michaelegruen.de/blog/category/news/" type="category" id="228">News &amp; Termine</a>. Eigene Lesungen oder zusammen mit anderen Autor:innen. In Buchhandlungen, Büchereien, Cafés, Messen. Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Kein Problem … meldet euch für meinen <a href="https://michaelegruen.de/anfrage-neu/" type="page" id="17210">Newsletter</a> an. Und/oder folgt mir auf Instagram @michaelegruen.geschichten, Facebook @michaelegruen. Zu viel Social Media? Kein Problem, meine Homepage samt Blog wird laufend aktualisiert &#8211; falls ich nicht gerade im Schreibwahn bin. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<ul class="wp-block-list">
<li>13.08.2026, 16:30 Uhr, »Sommerleseclub« in der <a href="https://www.troisdorf.de/de/bildung-wirtschaft/bibliothek/"><strong>Stadtbibliothek</strong></a> (Jugendbereich), Kölner Str. 69-81, 53840 Troisdorf</li>



<li>19.09.2026, 16:00 Uhr, »Worte zur Torte« im <a href="https://cafe-schlimbach.de/"><strong>Café Schlimbach</strong></a>, Ägidiusplatz 5, 53604 Bad Honnef (Ägidienberg)</li>



<li>24.09.2026, 19:00 Uhr, <a href="https://dollendorferbuecherstube.buchhandlung.de/"><strong>Dollendorfer Bücherstube</strong></a>, Heisterbacher Str. 60, 53639 Königswinter</li>



<li>26./27.09.2026, <a href="https://pott-phantastika.de/"><strong>Pott Phantastika</strong></a>, Schloss Horst, Gelsenkirchen</li>
</ul>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Terracliff</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Saga geht weiter! Der nächste Band (Terracliff &#8211; Cece und Darias Geheimnis) ist kurz vor Fertigstellung. Einen Vorgeschmack gibt es &#8211; natürlich &#8211; auf meinen Lesungen. Rück- und Ausblicke werden (in den Schreibwahnpausen) unter <a href="https://michaelegruen.de/geschichten-lesen/terracliff/">Geschichten</a>  laufend aktualisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sinne, eure<br><strong>Michaele Gruen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://michaelegruen.de/blog/worte/">Worte</a> erschien zuerst auf <a href="https://michaelegruen.de">Michaele Gruens Geschichten</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wut</title>
		<link>https://michaelegruen.de/blog/wut/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michaele Gruen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 13:37:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Autorenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungssache]]></category>
		<category><![CDATA[Saga der Erdlinge]]></category>
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		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>
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		<category><![CDATA[Urban Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfrauentag]]></category>
		<category><![CDATA[Young Adults]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oder: Gestern war Weltfrauentag.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://michaelegruen.de/blog/wut/">Wut</a> erschien zuerst auf <a href="https://michaelegruen.de">Michaele Gruens Geschichten</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Gestern war <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag">Weltfrauentag</a></strong>.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgestern habe ich von einem Bekannten erfahren, der seine Stieftochter missbrauchte. Gestern wurde der nächste Hardliner zum geistigen Führer der Iranischen Mullahs gewählt. In einem Luxushotel in Dubai hält eine Influencerin ihre Botoxgeplusterten Lippen in die Kamera und verkündet stolz-gequält »Ich höre den ganzen Tag Raketen, einfach schrecklich, aber mein <em>Launch</em> startet wie immer pünktlich.« Im Radio läuft ein Interview mit einer iranischen Journalistin, die als Kind gefühlt mehr Zeit auf Beerdigungen als im Kinderzimmer verbrachte. Trump und andere Milliardäre vergnügten sich scham- und morallos auf der Epstein-Insel. Eine Iranerin wird mit ihrer Freundin (beide 15) verhaftet, weil die Kopftücher nicht korrekt sitzen. Die Freundin wird vergewaltigt und getötet, sie selbst von ihren Eltern freigekauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern war <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag">Internationaler Frauentag</a></strong> und in den ›Sozialen‹ Medien werden Videos von ›<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tradwife"><strong>Tradwives</strong></a>‹ gehypt. Fotos der eingangs erwähnten Stieftochter landen auf pädophilen Seiten. Gesichter mancher Künstlerinnen ähneln faltenfreien Barbie-Puppen. KI-generierte SexyBabys werben für die AFD und Männer posten öffentlich ihre aufgegeilte Zustimmung. Bin ich die Einzige hier, die sich verraten fühlt? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Keine Video-Links</h2>



<p class="wp-block-paragraph">zu den oben genannten Beispielen. Ich ertrage diese Dreck nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nur noch kurz die Welt retten*</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Jugendliche wollte ich, wie so viele, die Welt retten. Den Mächtigen mit Geld und Religion im Rücken ins Gesicht zu spucken, erscheint wie der Kampf gegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Per-_und_polyfluorierte_Alkylverbindungen"><strong>PFAS</strong></a> &#8211; den Ewigkeits-Chemikalien. Ich bewundere aus tiefster Seele alle Frauen und Männer und <em>alle dazwischen</em>**, die in der Öffentlichkeit für eine gerechte, friedliche und gesundere Welt kämpfen, und dafür unaushaltbare Anfeindungen aushalten. Aufgeben ist keine Alternative und wer nicht für die vorderste Front geschaffen ist, kann trotzdem ihren und seinen Beitrag leisten. Mir liegt die Jugend am Herzen, die in dieser verrückten Welt ihren eigenen Weg finden muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir alle waren mal jugendliche Rebellen auf die eine oder andere Art – auch wenn manche Erwachsene das zu vergessen scheinen. Ich möchte die Mädchen und Jungen innerlich stark, voller Selbstvertrauen, Liebe und Hoffnung, in die Zukunft blicken sehen. Das ist nicht leicht bei all den Extremisten, Menschen- und Naturverachtenden Egomanen und Verschwörungstheoretikern, die uns mit Hass und Hetze spalten wollen. Doch ich und wir sind nicht allein. Ich habe eine liebevolle Familie, wunderbare Freunde und gutherzige Community. Dafür bin ich ausgesprochen dankbar. Wir können unser direktes Umfeld selbst aussuchen, positiv gestalten und es immer größer werdende Kreise ziehen lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schmetterlingseffekt">Butterfly Effekt</a></h2>



<p class="wp-block-paragraph">entstammt der Chaos Theorie und weist auf die unkontrollierbaren Auswirkungen eines Flügelschlages hin. Welche Art von Chaos hingegen beeinflussen wir mit unseren Worten und Taten. In meiner <strong>Urban <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fantasy#Subgenres">Portal</a> Fantasy Dystopie</strong> <strong><a href="https://michaelegruen.de/saga/" type="page" id="17909">Saga der Erdlinge</a></strong> will ich Breitseiten mit meinen Schmetterlingsflügeln schlagen. Im ersten Band <strong><a href="https://michaelegruen.de/geschichten-lesen/terradisto/" type="page" id="17828">Terradisto</a></strong> (Cece und das Geheimnis der alten Dame, ab 12) haben sie erste Spuren in einer Unterwelt, tief unterhalb von Bonn, hinterlassen. Andersartigkeit hat viele Facetten und in dieser <em>Parallelwelt (oder auch <a href="https://smartblogger-com.translate.goog/allegory-examples/?_x_tr_sl=en&amp;_x_tr_tl=de&amp;_x_tr_hl=de&amp;_x_tr_pto=sge">Allegorie</a>) </em> tummeln sich einige davon. Im zweiten Band <strong><a href="https://michaelegruen.de/geschichten-lesen/terracliff/" type="page" id="18940">Terracliff</a></strong> (Cece und Darias Geheimnis, ab 14) werden die Spuren breiter. Ich brauche mehr Platz für meine Wut und all die Schmetterlingsflügel. Erscheinungstermin ist für Sommer 2026 gesetzt. Dieser und andere Termine findet ihr unter <a href="https://michaelegruen.de/termine-alle/" type="page" id="18344"><strong>News</strong></a> auf meiner Page und an dieser Stelle in meinem <a href="https://michaelegruen.de/blog/" type="page" id="17060"><strong>Blog</strong></a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sinne, eure<br><strong>Michaele Gruen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>*  <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nur_noch_kurz_die_Welt_retten">Tim Bendzko</a><br>** <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ZDF_Magazin_Royale">Jan Böhmermann</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://michaelegruen.de/blog/wut/">Wut</a> erschien zuerst auf <a href="https://michaelegruen.de">Michaele Gruens Geschichten</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Problembär:in &#038; die Frau in unserer Gesellschaft</title>
		<link>https://michaelegruen.de/blog/die-problembaerin/</link>
					<comments>https://michaelegruen.de/blog/die-problembaerin/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michaele Gruen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2026 12:10:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinungssache]]></category>
		<category><![CDATA[Wortkreationen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender pay gap]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftsbild der Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin für Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[S. Fischer Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Brückner-Kühner]]></category>
		<category><![CDATA[ungehaltene reden]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht Frauen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://michaelegruen.de/?p=18815</guid>

					<description><![CDATA[<p>Metamorphose zur Problembär:in</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://michaelegruen.de/blog/die-problembaerin/">Problembär:in &amp; die Frau in unserer Gesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://michaelegruen.de">Michaele Gruens Geschichten</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-light-gray-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-9cfe1d48bbd756f235c7a8ce17036b29 wp-block-paragraph">Metamorphose zur Problembär:in</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung Brückner-Kühner und der Verlag S. Fischer Theater &amp; Medien rufen seit 2020 <a href="https://ungehalten.net"><em>ungehaltene</em> Frauen</a> dazu auf, ihre <em>ungehaltenen</em> Reden einzureichen. Wie 212 andere Frauen auch habe ich mich 2025 mit meinem Beitrag ›Die Problembär:in‹ beworben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um es vorwegzunehmen, meine Problembär:in gehört nicht zu den ersten sechs Preisträgerinnen, findet sich aber neben all den anderen ›<a href="https://ungehalten.net/die-eingereichten-reden-2025/">ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen</a>‹ auf deren Homepage und auf YouTube. Nebenwirkung: Die Problembär:in ist geweckt worden, und ich bin ihr Sprachrohr:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Problembär:in und was sie zu sagen hat</h2>





<h3 class="wp-block-heading">Dezember 2025: Blick auf die Frau in unserer Gesellschaft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild der Frau in Religion, der Gesellschaft, Forschung, Arbeitsmarkt &#8230;. ich denke, alle wissen, wovon meine Problembär:in reden möchte. Warum das in 2025 immer noch nötig ist, ist eine gute Frage, auf die es nicht nur eine Antwort gibt. Liegt es an den unruhigen Zeiten, dass manche Mitbürger in alte Muster zurückfallen wollen, obwohl das &#8211; sorry &#8211; nur von absoluter Dummheit zeugt? Sich wieder Demagogen an den Hals zu (unter)werfen, obwohl die Geschichtsbücher zeigen, wohin das führt? Die Meinung der Problembär:in findet ihr </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>als <a href="https://youtu.be/-8cin4yUQuw?si=mV7K40d9HnGwxJIq">Video</a> auf YouTube oder</li>



<li>als Beitrag ein paar Zeilen tiefer</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Hören oder Lesen &#8211; egal, Hauptsache Denken <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f60e.png" alt="😎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die erste Rede der Problembär:in</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor ich mich bei Ihnen allen dafür entschuldigen möchte, dass ich nicht nur eine Frau, sondern auch eine Problembär:in bin, möchte ich mich bedanken. Bedanken dafür, dass wir bereits seit der Weimarer Republik wählen und seit 1949 rechtlich dem Manne gleichgestellt sind. Gut, in der damaligen Sowjetunion war dies schon 1918 und in der Türkei 1926 der Fall. Aber wir Deutschen lieben die Gründlichkeit und das braucht nun mal Zeit.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es ging zügig weiter mit der Gleichstellung. Bereits 1957 durfte die deutsche Frau arbeiten. Natürlich nur, wenn der Ehegatte zustimmte, der Beruf den ehelichen Pflichten nicht im Wege stand und der Lohn ihr Taschengeld nur unwesentlich erhöhte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstverständlich sehe und anerkenne ich den zügigen Fortschritt in unserem Lande und was bedeutet das alles im Vergleich zu meinem neuen Adelstitel, erkennbar an dem ‚in‘. Nicht am Wortanfang, wie der Herr Doktor, aber zumindest am Ende. Ich bin, und das sage ich mit vollem Stolz, eine Problembär:in.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte Ihnen, und damit meine ich vor allem die anwesenden Herren, keine Angst machen. Gott bewahre, wenn ich nur an das unrühmliche Ende von Bruno, dem männlichen Problembär, denke. Aber wir Frauen machen Männern nun mal Angst. Das war schon bei Adam und Eva so. Warum in Drei-Gottes-Namen hätte Adam sonst diesen verdammten Apfel gegessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungewaschen. Da kriegt man doch Plaque von.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich streife ab. Wo war ich? Ach ja, bei Gott. Schickt seinen Sohn per unbefleckter Empfängnis in die irdische Welt und so weiter, wir alle kennen die Geschichte, und lässt ihn am Ende am Kreuz den Heldentod sterben. Maria Magdalena, seine Geliebte, hat er leben und ihre Trauer in die Ewigkeit meißeln lassen. Frauen können einfach viel emotionaler trauern, das macht sich auch in den späteren Filmen bemerkbar. Ich finde, er hat da echten Weitblick bewiesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wie wir alle wissen, gab es damals weder YouTube noch Instagram, und die Apostel und Co. mussten sich etwas anderes überlegen. Es gab bereits das Alte Testament, jetzt war es Zeit für ein Update, und das möglichst schnell. Schließlich war ihr charismatischer Anführer weg und wie sollte man sonst die ganzen Frauen im Griﬀ behalten, die weiter Jesus und seine Ideen von Liebe und Frieden anbeteten? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Maria Magdalena hat man dazu nicht befragt. Und überhaupt, was heißt hier ›schnell‹? Die Herren haben sich über hundert Jahre Zeit gelassen und immer mal wieder was geändert. Ich bin nicht sicher, ob mein Chef das akzeptiert hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Juden waren da mit ihrer Tora mit sage und schreibe 613 Gesetzen deutlich weiter, haben aber auch viel früher angefangen. Ich weiß nicht, wer von den Christen oder Juden auf die Idee gekommen ist, aber in allen Varianten hat man die Frau dem Manne untertan gemacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tja, das konnten sich die Muslime, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen, natürlich nicht gefallen lassen und haben kurz darauf ihr eigenes Regelwerk nach den mündlichen Überlieferungen ihres Propheten aufgesetzt. Also Hören-Sagen. Da kam die Frau noch krasser weg. Die Muslime haben soviel Angst vor uns, dass sie uns gleich einsperren und mit Tüchern ersticken wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ups, ich hoﬀe, ich habe keinem auf die Füße getreten. Das wollte ich nicht, das war mein innerer Problembär, ich meine natürlich Problembär:in, ich muss mich noch an meinen Adelstitel gewöhnen, hat ihre, also meine, Krallen ausgefahren. Glauben Sie mir, das kann ganz schön weh tun, aber es nutzt ja nichts. Denn nicht erst mit der Etablierung der unterschiedlichen Religionen begann die Blutspur, die wir Frauen auf dem Weg durch die Geschichte hinterlassen haben. Ich rede von der Menstruation als Zeichen unserer Macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wollen die Angst vor der Macht der Frauen verlieren? Dann lernen Sie Ihre Feindin kennen. Fangen sie damit an, es laut auszusprechen: Men &#8211; stru &#8211; a &#8211; tion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen menstruieren. Sie menstruieren ganz normales Blut. Da ist nichts Unreines dran. Frauen menstruieren, um die Menschheit zu bewahren. Jeden Monat aufs Neue und oft unter Schmerzen. Wie sieht das aus Sicht des Mannes aus?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Frau hat ihre rosa Woche &#8211; und keine Lust auf Sex.</li>



<li>Frau hat ihre Ketchup-Woche &#8211; und fühlt sich vom Mann genervt.</li>



<li>Frau hat ihre Erdbeer-Woche &#8211; und ein spannenderes Buch am Bett.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Was kann Mann also machen, wenn die Frau an den besagten Tagen zu nichts nutze und die rosa Wochen sich seltsam in die Länge ziehen? Wegsperren hatten wir schon, frauenfeindliche Religion auch, da half nur noch gesellschaftlicher Druck und die 4K der Frau:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kinder,</li>



<li>Küche,</li>



<li>Kirche,</li>



<li>Krankenpflege.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Lange verpönt, schleicht es sich gerade als ‚Tradwives’ wieder in die Gegenwart. Doch ich schweife ab. Wo waren wir stehen geblieben?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ach ja, die weibliche Blutspur und das Dasein als Problembärin, deren Krallen tiefe Furchen in des Mannes Stolz schnitten. Denn der wollte sich vermehren und egal, wohin er den Samen auch verteilte: Es nutzte nichts. <strong>Nur die Frau, das weibliche Wesen, konnte Leben schenken, es wachsen und gedeihen lassen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war wie immer, kaum ist das eine Problem gelöst, taucht schon das nächste auf. Und wer ist schuld? Die Frau natürlich, warum stellt die sich auch immer so zickig an?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott, Allah und wie sie alle heißen, haben uns Frauen nur deswegen diese Macht gegeben, weil so eine Geburt echt schmerzhaft ist. Wenn die Frau sie denn überlebt. Außerdem, neun Monate mit Hormonschwankungen, dickem Bauch und geschwollenen Füßen herumzulaufen, ist auch kein Spaß. NeNe, das ist schon alles gut so. Die Frauen sollen das mit dem Kinderkriegen schön weitermachen, die Männer spielen so lange Krieg. Ist ja auch blutig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gründe für Krieg gibt es mehr als genug und irgendjemand muss doch Gerechtigkeit walten lassen. Denkt nur mal an diesen Göttinnen-Glaube zurück. Sowas musste doch verboten werden. Kein Wunder, dass Frauen so überheblich sind. Echte Hexen, die alles besser wissen wollen und dann, wenn es zu spät ist, am Scheiterhaufen rumstehen und jammern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann nur einen Gott geben und das ist ein Mann. Welcher, das klären die Männer am liebsten auf dem Schlachtfeld, da sind sie ganz unter sich. Während sie für die wirklich wichtigen Dinge ihr Blut auf dem Schlachtfeld lassen, können sich Frau und Kind zu Hause ausruhen und dabei Steine aus zerbombten Häusern sammeln, Kleider aus Uniformen nähen, über Schmugglerpfade Essen besorgen, die Kinder großziehen, die Verletzten pflegen und die Toten betrauern. Wenn die Männer dann vom Schlachtfeld kamen, musste alles wie vorher sein. Aufgeräumt, Bett gewärmt, Essen auf dem Herd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt übernahmen wieder die Männer das Ruder. So, wie es ›Gott‹ gewollt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte entschuldigen Sie, aber meine Krallen schmerzen erneut, so eingeklemmt hinter meinem freundlichen Lächeln. Ich muss sie kurz raus lassen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hört auf Angst vor uns zu haben! Nutzt unsere Stärken und vergeudet sie nicht, indem ihr von eurem Glasboden auf uns herab seht. Das ist so eine Verschwendung!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tat gut. Danke für Ihre Geduld und ich versichere Ihnen, dass ich die Krallen wieder eingefahren und die Problembärin in die Höhle zurück geschickt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Eingangs gesagt, ich bin stolz und dankbar auf mein ‚in’. Genauso wie auf das Ampelweibchen statt der Ampelmännchen. Oder auf die Elternzeit der Männer, während der Stillzeit, damit ich in Teilzeit arbeiten kann. Ich fühle mich so gesehen, ich, eine Minderheit von nur 50,7%. All der Aufwand, den der Staat und die Gesellschaft für die Wertschätzung der weiblichen Minderheit betreiben muss. Was tragen wir mit unseren Teilzeitjobs und sozialen Engagements schon zum Bruttosozialprodukt bei, während wir die zukünftigen Steuerzahler aufziehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiblichkeitsbedingt weniger als die etwas über 76% Männer in Führungspositionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich haben unsere Männer das Problem erkannt und sie arbeiten daran. Zum Beispiel durch die wertschätzende Beobachtung des Gender Pay Gap von 16% (bereinigt 6%), dem fulminanten Applaus für alle Pflegerinnen, Erzieherinnen und all die anderen Niedriglohn-Empfängerinnen, die während und auch nach Corona nicht im Home Oﬃce arbeiten wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz besonders jedoch bedanke ich mich dafür, dass, im Gegensatz zu früher, medizinische Behandlungen und Medikamente für Frauen nicht mehr nur an Männern getestet werden. Und das, obwohl unsere hormonellen Schwankungen solche Tests verzögern, verfälschen und verteuern. Da war es doch günstiger, Frauenkrankheiten erst gar nicht oder nur unzureichend zu erforschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erinnern Sie sich an Contergan, das Schlaf- und Beruhigungsmittel der Firma Grünenthal mit Sitz bei Aachen? Es wurde auch bei Schwangerschaftsübelkeit empfohlen. Schließlich wies keiner der Tests an Männern auf massive Fehlbildungen bei Neugeborenen hin. Ebenfalls konnte niemand ahnen, dass ein Herzinfarkt bei Frauen ganz andere Symptome zeigt und Aspirin nur bei Männern, nicht bei Frauen, präventiv wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tests gaben das nicht her und es ist doch bekannt, dass bei unklaren Krankheitsbildern der Frau die Ursache oftmals die weiblichen Psyche ist: Wenn es außerhalb des Unterleibs krampft, die Lungen nur noch zu 20 Prozent arbeiten, das Herz unrhythmisch schlägt oder der Schlaganfall mich nicht mehr nett lächeln lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ich habe noch mein Lächeln, bei mir ist das Glas immer halb voll und wenn Sie, liebe Männer, die andere Hälfte beisteuern, sind wir ein unschlagbares Team. So, wie es Jesus und Maria Magdalena sicherlich auch gewollt hätten. Ich freu mich auf unsere gemeinsame Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dahin schleife ich meine Krallen weiter.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seid gewarnt</strong>, <br>Eure</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://michaelegruen.de/wp-content/uploads/2026/01/Problembaer_text-683x1024.jpg" alt="Bild der Problembär:in" class="wp-image-18819" style="width:300px" srcset="https://michaelegruen.de/wp-content/uploads/2026/01/Problembaer_text-683x1024.jpg 683w, https://michaelegruen.de/wp-content/uploads/2026/01/Problembaer_text-200x300.jpg 200w, https://michaelegruen.de/wp-content/uploads/2026/01/Problembaer_text-768x1152.jpg 768w, https://michaelegruen.de/wp-content/uploads/2026/01/Problembaer_text.jpg 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
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